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Die kleinen Denker mit den großen Worten

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Die kleinen Denker mit den großen Worten

oder warum wir besser miteinander reden sollten.

Von Adolf Nazi bis zu Alex Gauleiter erkennen wir eine Linie: Populismus, Provokationen und Entgleisungen sind ihre Methoden. Rassismus, Nationalismus und Autoritarismus sind ihre Inhalte. EU, Amerika, Globalisierung, Eliten, Minderheiten, Fremde im eigenen Land und alles und jeder, der ihnen nicht in den Kram passt, sind ihre Feinde. Der Weg zurück in eine schönere Vergangenheit, die es so in Wahrheit nie gegeben hat, ist ihr Versprechen. Nicht aufbauen heißt ihr Programm, sondern demolieren.

Sie setzen auf plumpe Phrasen, auf affektgeladenes Geschrei, auf dumpfes Rechthabenwollen. Anstelle konkreter Themen treten Geraune und Gerüchte, die sie selber in die Welt setzen. Sie sprechen das Lebensgefühl der Desillusionierten und Enttäuschten an. Sie schaffen und schüren Angst, um sich dann als Retter auf zu spielen.

Setzen wir diesen ultrakonservativen Desperados einen gemeinsamen Diskurs über die wirklich wichtigen Themen entgegen. Diese sind immer noch vertreten durch die drei Begriffe Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Oder: Wie schaffen wir die Freiheit für jeden, der sein zu können, der er sein möchte.

Dazu sollten wir wohl überlegt miteinander reden. Dann haben Populisten Sendeschluss. Unterscheiden wir klar zwischen Meinen, Glauben und Wissen. Tauschen wir mehr Informationen aus. Verarbeiten und bewerten wir diese ausgewogener. Üben wir das kritische und selbstkritische Geben und Nehmen von Gründen. Und immer wieder: Zuhören, argumentieren. Sich in andere hineinversetzen. Fragen, nachdenken, antworten. Und wenn nötig noch einmal von vorne anfangen. So können wir unsere Voreingenommenheit durch lieb gewordene Überzeugungen aufbrechen und zu Ergebnissen mit höherer Qualität kommen. Nehmen wir die Möglichkeiten unseres Lebens selbst in die Hand.