Lesungen

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lesungenHätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. So sagte Ingeborg Bachmann. Vor allem die Lyrik gehört zu den vielleicht wirksamsten Formkräften von uns Menschen. Rhythmus und Metrum, Strophen- und Gedichtformen sind Erben aus ältester Zeit. Das poetische Bild ist jedoch das Neuland des 20ten Jahrhunderts. Ich möchte mit meinen Lesungen ein anderes Gewicht setzen gegen die hektische Welt der neuen Medien und der sich überbietenden Bestsellerlisten. Es ist vor allem der Rhythmus eines Gedichts, der verführt oder zwingt, es wieder und wieder zu lesen. Das Gedicht als Droge – warum nicht.

Nun beruht der Genuss der Rezeption, des Essens eines Gedichts nicht allein auf den musikalischen Qualitäten (Klang und Rhythmus), sondern auch auf dem, was es dem Verstand vermittelt. Und Lyrik lässt die Seele fliegen. Auch in düstere Tiefen, wenn es denn sein muss.

In meinen Lesungen und Vorträgen will ich den Zuhörern eines besonders nahe bringen:

Die Kunst und das Vergnügen mit durchdachter, verdichteter und auf das Wesentliche beschränkter Sprache, feinsinnig und sensibel, kunstvolle Botschaften in lyrischem Sprach- und Wortklang zu verfassen.